Unser Wunschkind aus dem Reagenzglas

Es ist der Stoff unzähliger Horrorfilme, gleichzeitig die Hoffnung vieler: Mittels Gentechnik Krankheiten auslöschen, bevor sie überhaupt entstehen um somit den idealen Menschen zu schaffen. Ist dies bereits möglich, oder sind wir noch fern von jener Vorstellung? In wie weit kann man Designerbabies  – Kinder nach Maß tatsächlich schon modellieren und wo sind die Grenzen des Machbaren?

 

Begriffe wie „Kinder nach Maß“ oder gentechnisch modellierte „Designerbabies“ lösen bei der Debatte um die Anwendung moderner Biomedizin am ungeborenen Leben wahre Hysterien aus. Es geht dabei um die Manipulation des Erbguts, ein Vorselektieren sowie der Schaffung eines idealen, wertvolleren Menschen. Themen, die reichlich in Science-Fiction Filmen thematisiert werden und wohl auch noch längere Zeit wenig mit der Realität gemeinsam haben – zumindest teilweise. Natürlich gibt es mittlerweile das Kind nach Maß, jedoch ist die moderne Medizin weit davon entfernt, was gemeinhin darunter verstanden wird.

„Durch die Entschlüsselung des Erbguts sind jetzt Kinder nach Maß möglich!“ Einerseits befeuern solche und ähnliche undifferenzierte Meldungen die Unsicherheit und Skepsis gegenüber den neuen medizinischen Möglichkeiten. Andererseits sind es die Mediziner, die zu beschwichtigen versuchen, um die Skeptiker ruhig zu stellen. Natürlich kann man kein Designer-Baby schaffen, indem man Gene zufällig zusammenschüttet. Fakt ist, dass wir noch nicht alle Gene kennen und von den wenigsten überhaupt wissen, welche Aufgabe sie erfüllen. Bei einer zukünftig möglichen Auswahl von Augen- und Haarfarbe ist das ein entscheidender Faktor. Ganz zu schweigen von den Umwelteinflüssen, die den Menschen ebenso stark formen. Gedankenspiele um eine genmanipulierende Beeinflussung ungeborenen Lebens beschäftigte auch Albert Einstein, als er diesbezüglich ein Gespräch mit Marilyn Monroe führte:

Marylin Monroe: „Wäre es nicht toll, wenn wir Kinder bekommen würden, so klug wie sie und so schön wie ich?“
Einstein erwidert: „Und was machen wir, wenn unsere Kinder so klug wie sie und so schön wie ich sind?“

– Albert Einstein und Marylin Monroe

Trotz aller Einschränkungen ist das Geschäft um das ideale Kind mittlerweile zu einem milliardenschweren Betätigungsfeld geworden. Vor allem in den USA gibt es bereits mehrere Zentren für Reproduktionsmedizin, die Samen- und Eizellen von ausgewählten Spendern anbieten. Mit Samen von Wissenschaftlern und Fotomodels wollen sie die betuchte Kundschaft anwerben, im Versprechen mit den nötigen Geldmitteln auch ein besseres Leben erkaufen zu können. Spender werden also nach bestimmten Attributen ausgewählt obwohl man weiß, dass bei der Entstehung des neuen Genoms väterliche und mütterliche Erbanlagen durchmischt werden und damit die Individualität des neuen Genoms ausmachen. Zudem gibt es die Möglichkeit, dass sich bestimmte Erbanlagen, die sich bei den Eltern weniger stark ausgeprägt haben, bei dem eigenen Kind stärker ausprägen könnten oder umgekehrt.

Charlie_Jamie Rettungsgeschwister
Vielleicht gehören sogenannte „Rettungsgeschwister“ bereits in wenigen Jahren zur Normalität. Auch die künstliche Befruchtung wurde kurz nach der Legalisierung stark in den Medien thematisiert und kritisiert.

Sind Kinder nach Maß nichts als reine Gedankenspiele? Keinesfalls! – Sie sind bereits Realität geworden! Jedoch ist der Begriff  „Designerbaby“ sehr dehnbar und beinhaltet eine Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten. Geht es um die Möglichkeit der Eltern, sich gegen Kinder mit genetischen Veränderungen, die zu schweren Krankheiten führen zu entscheiden, dann ist das heute mithilfe der Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik bereits Realität. Die oft thematisierte und befürchtete Möglichkeit vorgeburtliche genetische Tests durchzuführen, um zum Beispiel das Risiko eines späteren Herzinfarkts zu bestimmen, sind jetzt und in absehbarer Zeit nicht möglich. Dass das Thema des idealen Menschen aus dem Reagenzglas mehr als nur heiße Luft ist, beweist das therapeutische Klonen – auch bekannt unter dem Namen „Rettungsgeschwister“. Dabei handelt es sich um einen Embryo, der geschaffen wird um embryonale Stammzellen zu gewinnen und damit einen kranken Menschen zu heilen, oder aber nur zu Forschungszwecken spezifisch hergestellt wird. Die Anwendung dieser Heilungsmethode ist in manchen Ländern bereits erlaubt, sollte aber bei künftigen Überlegungen einer Legalisierung gründlich hinterfragt werden. Geht es nach den Forschern, liegt die große Hoffnung der Genforschung im sogenannten „Genom-Editing“: Dabei wird die DNA mit molekularen Verfahren an einer bestimmten Stelle zerschnitten und anschließend das defekte Gen ausgetauscht oder repariert. Damit könnte man schwere Krankheiten bereits ausschalten, bevor sie überhaupt entstehen.

Baby_Reagenzglas
Auch wenn das Wunschkind aus dem Labor noch nicht machbar ist, so wird es bestimmt auch in Zukunft für reichlich Gesprächsstoff sorgen.

Während in Deutschland selbst die Pränataldiagnostik kritisiert wird, geht man in den USA einen ganzen Schritt weiter. Dort werden Babys im Labor gezüchtet und anschließend von Leihmüttern ausgetragen. Eines dieser Beispiele ist Mason. Mason war ein Embryo der besten genetischen Güteklasse und hat insgesamt vier Eltern: Jay, seinen biologischen Vater, Luke seinen sozialen Vater, Zoe, seine genetische Mutter und Elaine, die ihn letztendlich ausgetragen hat. Im Moment lebt er mit seinen beiden Vätern Jay und Luke in einem schönen Haus in der noblen New Yorker Upper East Side. Vor zweieinhalb Jahren entstand Mason aus dem Samen von Jay und einer Eizelle von Zoe, einer hübschen und schlauen Studentin von der Columbia Universität und reifte die ersten Tage in einer Petrischale im Labor einer Reproduktionsklinik heran. Etwa eine Woche nach der Befruchtung der Eizellen wachsen die Embryos im Labor unter idealen Bedingungen heran. Danach werden sie unter einem Mikroskop untersucht und nach Kriterien wie Zellteilung und Zellsymmetrie in die Kategorien „A“, „B Plus“ oder „C Minus“ eingeteilt, um der Tragemutter nur das beste Ausgangsmaterial einzusetzen.

„Er ist unser Wunschkind. Deshalb wollten wir ihn mit dem besten genetischen Ausgangsmaterial auf seinen Lebensweg schicken.“

-Luke, Masons sozialer Vater

Anders als in anderen Reproduktionskliniken der USA bleiben in Masons Klinik die Spenderinnen nicht anonym. In Katalogen und Videos kann man sich vorab über Herkunft, Talente, Ausbildung und Krankheiten informieren. Die Frauen sind meist jung, klug und wie Zoe meist musisch oder sportlich begabt. Die Spenderinnen erhalten pro Spende etwa umgerechnet 8.000 Euro als Vergütung.

Große Unklarheiten und Streitpunkte zwischen den befürwortenden Medizinern und deren Kritikern betreffen die Selektion und die Weiterverwendung der nicht eingesetzten, „minderwertigen“ Proben. Vor allem in Ländern wie Deutschland wird die Vorselektion oftmals mit den unmenschlichen Praktiken des Nationalsozialismus verglichen. Hier sei jedoch angemerkt, dass gerade im Nationalsozialismus die künstliche Befruchtung gegenüber der natürlichen Zeugung durch Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau abgelehnt wurde. Doch gerade aus Deutschland gibt es eine Vielzahl an Paaren, die die gesetzlichen Regelungen ihres Landes zu umgehen versuchen, in dem sie sich mit ihren Kinderwunsch an eine der Reproduktionskliniken in den USA wenden. Dr. Michael Doyle, Gründer von CT Fertility, einer Fortpflanzungsklinik in Connecticut betreute alleine 2015 über 53 Kunden aus Deutschland. Tendenz steigend!

PID selektieren
Was soll mit den gesunden, aber ungeeigneten Proben geschehen? Ob das Selektieren von Proben noch ethisch vertretbar ist wird wohl weiterhin einer der großen Kritikpunkte an der Präimplantationsmethode bleiben.

Besondere Kontroverse löste der Fall um das in Großbritannien geborene Designer-Baby namens Jamie aus. Er wurde nicht künstlich gezeugt, um Idealvorstellungen seiner Eltern gerecht zu werden, sondern um das Leben seines vier Jahre älteren Bruders Charlie zu retten. Der erste Sohn des Paares litt an Blutarmut, der sogenannten Diamond Blackfan Anämie und wurde durch schmerzhafte Bluttransfusionen am Leben erhalten. Die Ärzte hielten eine Heilung für möglich, wenn es gelingt von einem geeigneten Spender Stammzellen aus dessen Nabelschnurblut in das Knochenmark von Charlie zu implantieren. Einen geeigneten Spender zu finden stellte sich als komplizierter heraus als angenommen, da niemand aus seiner Verwandtschaft dafür in Frage kam. Die Familie stellte einen Antrag bei der britischen Kontrollbehörde, um mehrere Eizellen befruchten zu lassen und anschließend diese auf eine mögliche Eignung als Spender zu überprüfen. Die Behörde lehnte eine Gendiagnose ab, da laut damaligen Bestimmungen eine Überprüfung nur rechtens sei, um eine mögliche Anämie-Erkrankung beim neuen Kind zu erkennen, nicht aber um lediglich eine Eignung zur Transplantation festzustellen. Die Chance, dass ein Paar durch natürliche Befruchtung ein Kind mit geeignetem Spendergewebe zur Welt bringt, liegt gerade einmal bei eins zu vier. Bei künstlicher Befruchtung mehrerer Eizellen und anschließender Vorselektion erhöht sich die Chance eines Erfolgs auf rund 98 Prozent.

Trotz aller Anfechtungen von Regierungs- und Kirchenvertretern und der daraus entstandenen öffentlichen Debatte um gentechnische Manipulation an Embryonen sowie der möglichen Züchtung menschlicher Ersatzteile, stehen die Eltern Jayson und Michelle Whitaker nach wie vor zu ihrer Entscheidung. Sie wollten sich selbst später nicht den Vorwurf machen, nicht alles probiert zu haben um ihren Sohn zu retten. Die Eltern, die nicht müde werden immer wieder zu erwähnen, dass sie sich ohnehin immer ein weiteres Kind wünschten, stehen nun vor dem Erfolg all ihrer Bemühungen. Heute gilt Jamies älterer Bruder von der Blutarmut geheilt. Mit dem Erfolg nahm nicht nur ihre Angst vor der Zukunft ab, sondern ließ auch die kritischen Stimmen Großteils verstummen.

im Jahr 2008 wurde im britischen Unterhaus ein Gesetz gebilligt das fortan unter anderem erlaubt, unter Einhaltung gewisser Auflagen sogenannte Rettungsgeschwister zu produzieren. Ähnliche Bestimmungen folgten bald in anderen europäischen Ländern. In Deutschland ist die In-Vitro-Ferti­lisation – die künstliche Befruchtung, zwar erlaubt, aber die Präimplantationsdiagnostik zur Selektion von Embryonen bis zum heutigen Tag gesetzlich verboten.

In-vitro-Fertilisation - Darstellung des Ablaufs einer von der Eientnahme bis zum Embryonentransfer.
In-Vitro-Fertilisation: Darstellung des Ablaufs von der Eientnahme bis zum Embryonentransfer.

Diese damals neue Regelung nutzten auch die Eltern von Javier zu ihren Gunsten aus. Am 13. Oktober 2008 im Krankenhaus von Virgen del Rocío, in Sevilla geboren, konnte er seinen älteren Bruder Andrés Mariscal mittels genetisch passenden Stammzellen aus seinem Nabelschnurblut das Leben retten. Auch seine Eltern waren mit dem Problem konfrontiert, dass es zwar weltweit über elf Millionen Knochenmarkspender gebe, aber keiner mit ihm kompatibel war. Ähnlich wie im Fall Jamie aus Großbritannien, entgegneten die Eltern den Kritikern, die sich vor allem aus der katholischen Kirche und der konservativen Regierungsopposition zusammensetzten, mit ihrem Wunsch nach einem zweiten Kind. Einer Erklärung der Eltern zu Folge, sei er ein absolutes Wunschkind gewesen und rettete noch nebenbei das Leben seines Bruders.

Jamie und Javier waren die ersten Rettungsgeschwister in Europa, aber sicher nicht die Letzten. Derzeit gibt es allein in Großbritannien über ein Dutzend Elternpaare, die sich ein zusätzliches Kind wünschen, da eines ihrer Geschwister schwer krank sei. Überdies hinaus gibt es neben den kritischen und ermahnenden Worten von Seiten der katholischen Kirche und Wissenschaftler, auch Verständnis für die Entscheidung von Javiers Eltern. Der Jesuit Juan Masiá, einer der großen Bioethik-Experten sagte der  Zeitung „El-Mundo„, dass er die Methode nicht grundsätzlich ablehne, aber einen verantwortungsvollen Umgang fordere. Er ist sich sicher, dass die Eltern Javier genauso sehr lieben wie seinen jüngeren Bruder. Mittlerweile setzen auch Kronprinz Felipe und Prinzessin Letitzia auf die neue Behandlungsmethode. Sie ließen nach der Geburt ihrer Tochter Leonor, Stammzellen aus ihrem Nabelschnurblut entnehmen, um diese anschließend für den Fall einer schweren Krankheit bei einer Spezialfirma in den USA zu lagern.

Wie steht ihr zu diesen Experimenten am menschlichen Leben? Seht ihr darin die Chance auf eine zukünftige Heilung für Krebs, Alzheimer und andere unheilbare, sowie schwer behandelbare Krankheiten oder befinden wir uns damit auf dem besten Weg unsere Menschlichkeit zu verlieren? Wie weit soll man gehen und wie weit sind Eingriffe am ungeborenen Leben ethisch vertretbar? Wo liegen die Risiken eines Missbrauchs? Wie würdet ihr handeln, wenn ihr in der Lage von Javiers oder Jamies Eltern wärt? In Anbetracht der Brisanz des Themas bin ich dieses Mal besonders auf eure Rückmeldungen interessiert. All eure Gedanken zum Thema, gleich in die Kommentare!


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Weiterführende Links:

Quellenangaben:

Titelbild: http://webiva-downton.s3.amazonaws.com/877/59/3/6877/puzzle_baby_flyaway.png (13.07.2016, 14:49) – Kindergesicht in Puzzlestücke aufgeteilt.

 

http://i4.thejournal.co.uk/incoming/article4368764.ece/ALTERNATES/s615b/E186B3E7-E699-3059-2D9D06DA1DDA5737.jpg (13.07.2016, 14:52) – Familienbild mit einem Rettungsgeschwister.

http://www.stoppt-pid-und-klonen.de/uploads/bilder/full/arzt_reagenzglas_630x3604.jpg (13.07.2016, 14:53) – Baby im Reagenzglas.

http://www.esanum.de/wp-content/uploads/2015/01/Praeimplantationsdiagnostik.jpg (13.07.2016, 14:55) – Graphische Darstellung der Präimplantationsmethode.

http://www.jameda.de/gesundheits-lexikon/bilder/medium/266341.jpg (13.07.2016, 14:57) – Erklärung einer In-Vitro-Fertilisation.

 

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deranbliodersoblogmonopoliwhLesenswert, bald werden wir alle perfekte programmierte Menschen sein. Ob das eine gute Idee ist? – Mind Comedy: Blog Letzte Kommentartoren
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brandy99
Gast

Willkommen in der „Schönen neuen Welt“. Nein, ich kann dies nicht befürworten, da niemand wirklich weiß wo der Schlussstrich gezogen sein soll. Wir haben uns schon so sehr von der Natur entfernt, mit welchen Folgen ist und wird immer deutlicher sichtbar.

JJacky
Gast

Beim Lesen musste ich an den Film „A.I. – künstliche Intelligenz“ denken. 😮
Ich liebe meine Kinder , mit all ihrer Unvollkommenheit und all ihren Fehlern! Worüber sollte ich mich sonst ärgern, wenn sie mal wieder nicht auf mich hören? 😀
Will man das „perfekte“ Kind? Braucht dieses perfekte Kind mich dann noch? Schämt sich dieses perfekte Kind nachher , weil ich nicht so perfekt bin? …….

~*Plus
Gast

Hallo.. hallo. Vor einiger Zeit habe ich über dieses Thema mal einen Vortrag gehalten, vorher entwickelte ich durch meine Recherche eine deutlich zwiegespaltene Meinung. Erstmal ist es unglaublich, dass wir tatsächlich entlich damit beginnen können, uns selbst kennenzulernen. Auf der kleinsten, uns bekannten Ebene- unserer DNA. Dass wir (Menschheit) langsam lernen, was wofür zuständig ist und wie wir uns selbst genetisch im Vorfeld beeinflussen können, finde ich, ist auf keinen Fall eine schlechte Entwicklung. Biologie ist awesome 🙂 und Gentechnik bringt mich immer wieder zum staunen. Natürlich untergraben wir damit die Natur, aber nur, wenn man davon ausgeht, dass Menschen… Weiterlesen »

Kesrin
Gast

kurze Korrekturen vorneweg: Bitte Rückenmark durch Knochenmark ersetzen Stammzellen werden zur Behandlung von Erkrankungen des Blutbildenden Systems aus dem Knochenmark (oder nach medikamentöser Vorbehandlung durch eine spezielle Blutwäsche) von (z.B. bei der DKMS gelisteten) Knochenmarkspendern (Es gibt keine Rückenmarkspender, die wären danach Querschnittsgelähmt) oder aus Nabelschnurblutspenden gewonnen. Die Transplantation erfolgt einfach durch eine Infusion, die Stammzellen finden von selbst den Weg in das Knochenmark des Patienten (Auch bei Charlie wurden die sicher nicht in das Rückenmark implantiert um seine Blutbildungsstörung zu behandeln) zum anderen ist wohl ein Dreher bei der Geschwisterreihenfoge der spanischen Familie drin: Ein Neugeborenes kann ja wohl… Weiterlesen »

bearjs112
Gast

Ein sehr schweres Thema. Ich denke, das man nicht pauschal mit Ja oder Nein antworten kann. Auf keinen Fall darf das diese Technik rein kommerziell in der Hand der Großkonzerne bleiben. Aufhalten kann man diese Entwicklung eh nicht, da jeder Staat auf der Welt macht, was er will. Wenn wir in der BRD etwas verbieten, da macht das eben ein anderer Staat. In einem demokratischen, fortschrittlichen Staat, mit entsprechenden Regelungen, würde ich aber als sinnvoll erachten, Eltern mit genetischen „Defekten“ bzw. Erbkrankheiten die Chance geben, ein gesunden Kind zu ermöglichen, welches diesen „Defekt“ nicht mehr aufweist. Da es immer mehr… Weiterlesen »

Michael Geyer
Gast

Hier stellt sich mir die selbe Frage, wie nach der Lektüre von Huxleys Brave New World: Dystopie oder Utopie?

Elisabeth Berger
Gast
Elisabeth Berger

Hallo Wolf, ja, wirklich ein heißes Thema, wo es auch schwer fällt, sich ganz auf eine Seite zu stellen. Obwohl man laut NEIN schreien möchte, muß man bedenken, daß es einige wenige Punkte dabei gibt, die ein ganz leises JA berechtigen. Wenn ich das Wort „Designerbaby“ höre, fällt mir sofort Lagerfeld, Versace, Armani, Gucci etc. ein. Auch noch Designerhandtaschen, Designerklamotten, Designermöbel etc. Ist das nicht schlimm? Nachdem der Mensch ja ein alter Nimmersatt in allen Dingen ist, wird er auch in Sachen Genmanipulation wieder über alle Grenzen der Ethik und Moral hinaus, alles machen, was Geld, zweifelhafte „Ehren“, Selbstbefriedigung und… Weiterlesen »

DER FABRIKANT
Gast
genotypa
Gast

meiner bescheidenen meinung nach wären perfekte eltern wichtiger als ein designtes kind. zu viele kinder sterben, weil die eltern gewalt anwenden wie prügel oder bei babys das beliebte schütteln der eltern, wenn das kind zu lange schreit.
kinder können zu guten, herzenswarmen und erfolgreichen menschen heranwachsen, wenn die eltern endlich aufhörten, ihre kinder nach ihren vorstellungen formen zu wollen.
leider kann ich davon erzählen, aber der anstand gebietet das schweigen.
deswegen lehne ich ich das perfekte oder designte kind kategorisch ab.
man soll der natur nicht ins handwerk pfuschen.

wh
Gast

Vielen Dank für diese Aufbereitung dieses interessanten Themas!

monopoli
Gast

Ich sehe das sehr kritisch, zumal wir ja sowieso auf Übervölkerung zusteuern. Natürlich ist es für jene Menschen die betroffen sind, ein schwerer Schicksalsschlag. Andersrum wenn die natürliche Auslese außer Kraft gesetzt wird, was ja vor allen Dingen in den Eliten führender Staaten der Fall wäre, so wird dies langfristig Konsequenzen haben. Das ist im Prinzip Eugenik unter dem Deckmantel der Humanität – natürlich nur für jene die es sich leisten können. Dabei entschleunigen Kranke auch eine Gesellschaft und halten das Mitgefühl, die Sensibilität und Fürsorge wach. Solche Designerbabys wachsen mit dem Gefühl heran was Besseres zu sein. Eine Gesellschaft… Weiterlesen »

odersoblog
Gast

Kann ein vernünftig denkender Mensch, also so einer den es früher mal gegeben haben soll, ernsthaft dazu etwas erwidern? Wer richtig was auf dem Konto hat, der hat mit all dem o.g. vorgesorgt. Jeder kann sich also vorstellen wohin das bis 2116 geführt hat. Mir hilft die Ironie ?: https://odersoblog.wordpress.com/2016/09/13/foetenspiel-2/

deranbli
Gast

Ja sagt mal! Merkt Ihr echt nicht wie sehr Ihr Euch immer weiter von Eurem Paradiesleben entfernt? Wir haben’s Euch bis heute sozusagen konservieert, damit Ihr seht wie leicht Ihr immer wieder zurück kommen könnt.
Langsam wärs Zeit, denn Eure Zuvielisations- Utopie geht doch immer schneller den Bach runter!
Sogar fürs KIndermachen bei dem wir noch immer quietschen vor Vergnügen braucht ihr einen Doc und müsst dafür arbeiten!

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