Hier sind Tattoos illegal

Während in Europa der Trend zum Körperschmuck bereits alle Gesellschaftsschichten ergriffen hat und auf eine breite Akzeptanz trifft, wird in Korea und Japan das Tätowieren mit einer schweren Straftat gleichgesetzt. Die Tätowierer werden verfolgt und die illegalen Salons zugesperrt. Die Szene wächst trotz allem von Jahr zu Jahr – Wie auch langsam die Toleranz in der Gesellschaft.

 

Der Schein ist trügerisch: Obwohl Tattoos in Korea keine breite Akzeptanz erfahren, blickt das Land auf eine lange Geschichte zurück. Die Ersten, die sich stechen ließen, waren Fischer um sich vor bösen Geistern zu schützen. Während der Joseon Dynastie (조선 왕조), die 1392 begann und erst im Jahr 1910 endete, war es für Verbrecher und Sklaven üblich sich zu tätowieren. Es diente als sichtbares Erkennungsmerkmal, dass es sich bei diesen Personen um aus der Gesellschaft ausgeschlossene handelte. Normalbürger tätowierten sich nicht,  da es in der buddhistischen Lehre wichtig ist, den Körper unversehrt zu halten. Während des 20. Jahrhunderts begannen Kriminelle mittels Tätowierung ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten „Gang“ zu zeigen. Aus diesem Hintergrund rührt die heutige Generalverdächtigung her, dass, eine tätowierte Person ein Verbrecher, oder bestenfalls nicht vertrauenswürdig sei. Dies ging sogar soweit, dass tätowierte Personen vom sonst strengen, zweijährigen verpflichtenden Militärdienst befreit wurden. In Verbindung mit der Tätowierung kamen Pauschalverdächtigungen zu mögliche Straftaten auf und ihr Lebenslauf wurde dahingehend auf mögliche Vergehen akribisch durchleuchtet.

Diese Einstellung zu Tattoos bei der älteren Generation noch heute durchaus üblich, führte bei der Jugend mittlerweile zu einer weit verbreiteten Akzeptanz. Dass selbst im 21. Jahrhundert diese Vorurteile noch immer vorhanden sind, macht sich vor allem in öffentlichen Einrichtungen, wie Freibäder bemerkbar. Ist einem früher der Zutritt  verwehrt worden, ist die Benutzung heutzutage für jeden möglich, wenn auch die Blicke der Leute gewiss auf die sichtbaren Tattoos gerichtet sind. Während Tätowierungen bei Ausländern meist toleriert werden, kann es durchaus sein, dass ein Koreaner etwaige Probleme bekommen kann. Während in der westlichen Kultur tätowierte Frauen früher als unweiblich angesehen wurden, lassen sich auch in Korea immer mehr junge Frauen kleine Tattoos stechen, die dann aber meist verheimlicht, oder zumindest in der Öffentlichkeit mit langen Hosen oder langen Ärmeln abgedeckt werden.

Da die koreanische Regierung das Stechen als medizinischen Eingriff einstuft, ist das tätowieren ausschließlich ausgebildeten Ärzten erlaubt. Der Regierung zufolge wird durch diese Regelung die Verbreitung von Hepatitis und HIV eingeschränkt, da man wegen mangelnder Hygiene allgemein, oder dem mehrmaligen Verwenden der Nadeln Infektionen befürchtet. Weil infolge des Stechens eines Tattoos der Körper punktiert wird und an manchen Stellen Blutungen entstehen, ist laut Gesetzesregelung der Nachweis eines medizinischen Eingriffes erbracht. Da nur eine Handvoll von Ärzten in Korea die Ausbildung zum Tätowierer haben und diese gleichzeitig einer Szene aus mehreren hundert illegaler Tattoo-Studios gegenüberstehen, gleicht die Einhaltung und Kontrolle dieser Gesetze einem schier unmöglichen Unterfangen. Überdies besteht kaum Nachfrage nach staatlich geprüften Tätowierern. Zum einem gibt es nur sehr wenige Ärzte, die bereit sind ein jahrelanges Studium zu absolvieren, um anschließend Künstler an der Tätowiermaschine zu werden und darüber hinaus würden nur die wenigsten Eltern diese eingeschlagene Laufbahn der eigenen Tochter / des eigenen Sohnes gutheißen. Zum anderen werden die künstlerischen Fähigkeiten der illegal arbeitenden Tätowierer höher geschätzt und sind deshalb auch beliebter. Zudem sei noch erwähnt, dass fast alle tätowierenden Ärzte selbst von einem illegal arbeitenden Tätowierer gelernt haben, und nicht umgekehrt.

„Wenn du ein Tattoo haben möchtest, musst du in ein Krankenhaus gehen? Das ist echt schwachsinnig“

– Jun-Hyuk Besitzer des Tattoo-Studios „Tattooism“ im Zentrum Seouls

Tätowieren in Korea ist gut vergleichbar mit der rechtlichen Situation der Prostitution: Beides ist nicht erlaubt, aber oftmals unter dem Deckmantel des Schweigens toleriert.

Jun-Hyuk
Tattoo-Künstler Jang  Jun-Hyuk bei der Arbeit in seinem Studio in Seoul.

Obwohl es in Gegensatz zu Europa eher unüblich ist, sich zu tätowieren, bedeutet das nicht, dass es in Südkorea keine Tattoo-Szene gibt. Gut vor der Justiz getarnt befinden sich viele Studios im Untergrund der Großstädte verborgen – Tendenz stark steigend. Die vorherrschende Gesetzeslage verhindert es, das Geschäft mittels sonst allgegenwärtigen Leuchtreklamen anzupreisen und die Tätowierer beschränken sich auf die Vernetzung innerhalb der Szene, der Mundpropaganda und natürlich dem Internet. In Hinterhöfen, dunklen Kellern oder sogar privaten Wohnungen verbirgt sich so manch begnadeter Künstler hinter einer unscheinbaren Tür. Entweder komplett ohne Türschild am Eingang, oder nur Szene-Insidern bekannten Andeutungen in Form von Graffiti oder Aufklebern. Es gleicht alles irgendwie weniger einer Werbung, als einer Schnitzeljagd. Alles um im Schutz vor der Justiz der Arbeit nachzugehen.

Tattoo-Shop
Nur selten sind Studios so gut wie hier am Beispiel von „Sunrat Tattoo“ beschildert.

Das Tätowieren an sich, selbst bei einem unlizenzierten Tätowierer, ist für den Kunden nicht strafbar. Einzig der Tätowierer kann belangt werden. Hohe Geldstrafen und nicht selten die Schließung des Studios sind die Folgen. Um dieses Risiko zu minimieren und flexibler zu sein, haben viele Tätowierer kein eigenes Geschäft mehr, sondern leben von Hausbesuchen. Die Serviceleistungen werden auf der eigenen Homepage oder Facebookseite beworben. Der Kunde ruft diesen unter der angegebenen Nummer an und besucht ihn in seinem eigenen Zuhause, oder der Tätowierer fährt zu ihm. Da viele Koreaner um die genaue Gesetzeslage nicht Bescheid wissen, die Untergrundszene rasant wächst und somit die vorhandenen Gesetze um das eine oder andere Mal aushebelt werden, werden Rufe nach einer Entkriminalisierung des Gewerbes immer lauter. Eine staatliche Kontrolle und Einführung einheitlicher Gesundheitsstandards wären einfacher überprüfbar.

Vor 5 Jahren wurde der Tattoo-Künstler Jang während einer Razzia in seinem Studio aufgegriffen und verhaftet. Er musste eine Strafe von umgerechnet 3000 Dollar zahlen und eine Haftstrafe von einem Jahr wegen öffentlicher gesundheitsgefährdender Handlungen verbüßen. Trotz vereinzelter Razzien sind manche Studios, wie das im Touristenviertel von Iteawon (이태원) betriebene „Maverick“ kühn genug, um mittels Leuchtreklame vor dem Geschäft zu werben. „Es ist eine Art des passiven Widerstandes.“, sagt Lee Sung-Je, Eigentümer des „Maverick“. Die Kunden der Tattoo-Studios kommen aus allen Gesellschaftsschichten: Beamte, Arbeiter und Manager von großen Firmen wie Samsung. Das Tätowieren spaltet die Gesellschaft: Während Jüngere sie oftmals „hip“ finden, halten viele Ältere sie für Kriminelle.

Heute sind viele dieser illegalen Tattoo-Studios in der Nähe großer Universitäten und touristischer Bezirke zu finden. Das Gebiet um die Hongik Universität (홍익대학교), in Sincheon (신천동), Apgujeong-dong ( 압구정동), Itaewon (이태원) und Dongdaemun (동대문) sind nur ein paar dieser beliebten Orte in der Hauptstadt Seoul.

Tattoo-Studio in Korea
Das ist kein Frisör, sondern das Seouler Szene Tattoo-Studio „Tatist Tattoo“.

Um trotz aller Einschränkungen ein Studio zu betreiben ist man neben der Mundpropaganda auf  das „Social Network“ angewiesen. Der Auftritt auf den verschiedensten Plattformen entscheidet um die Existenzfähigkeit des Geschäftes. Sie sind auch oftmals die einzige Möglichkeit, die notwendige Anonymität vor den Gesetzeshütern zu wahren und sogleich mit interessierter Kundschaft in Kontakt zu treten. Einer dieser Anbieter ist „Kim Samy Tattoo“ auf mydestination. Das Internet gibt ihm die Möglichkeit seine Arbeiten in Form von Fotos auf Facebook und Twitter zu zeigen und dem Kunden mit einer detaillierten Beschreibung einen ersten Einblick in seine Arbeiten zu geben. Übersetzt heißt es hier: „Kim Samy Tattoo hat mit seinen, im Untergrund erstellten individuellen Tattoos bereits eine große Fangemeinde. Es ist ein gutes Beispiel wie wirkungsvoll die Mischung zwischen Mundpropaganda und echten Talent sein kann.“ Der weitere Kontakt erfolgt über eine angegebene Handynummer oder Emailadresse. Es findet sich auch eine Standortbeschreibung des Salons – natürlich nur ungefähr, um die Arbeit nicht zu gefährden.

Trotzdem stellt sich die Frage, ob es für eine operierende Polizeieinheit nicht ein leichtes sei, unter einem falschen Vorwand die genaue Adresse zu erfahren? Aber andererseits ist dieser Aufwand bei der Anzahl der Geschäfte wohl ohnehin nur ein Kampf gegen Windmühlen.

Laut der „Association of Korean Tattooists“ haben bereits mehr als eine Million Südkoreaner ein illegal gestochenes Tattoo. Obwohl es bereits vor mehreren Jahren eine Debatte über eine Lockerung des Gesetzes gab, ist bislang noch immer nichts Greifbares geschehen. Wie lange es noch dauern wird und ob es die Tätowierer durch das neue Gesetz tatsächlich aus der Illegalität schaffen, ist mehr als fraglich.

Wie seht ihr die momentane rechtliche Lage der Tätowierer in Korea? Sind eurer Meinung nach die Bedenken aus medizinischer Sicht begründet? Sollte man vielleicht ähnliche Maßnahmen auch hierzulande ergreifen? Welche Erfahrungen habt ihr mit oder ohne Tattoos gemacht? Wie reagieren die Leute in unserer Gesellschaft daaruf? Wo sind die Grenzen der Körperkunst? Gibt es überhaupt noch welche? Wie ist eure Meinung? – Sagt es mir ganz einfach in den Kommentaren!


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Weiterführende Links:

Quellenangaben:

Titelbild: http://i.imgur.com/bLiDm.jpg (24.02.2016, 00:21) – Verhaftung einer Person einer rechtsradikalen Gruppierung zugehörig

 

http://www.dailymail.co.uk/wires/afp/article-2911184/Koreas-outlaw-tattoo-artists.html (24.02.2016, 00:23) – Tattoo-Künstler Jang Jun Hyuk bei der Arbeit

http://sunrattattoo.blogspot.co.at/ (24.02.2016, 00:25) – Eingang zum Studio „Sunrat Tattoo“

https://www.facebook.com/TatistTattooStudio/photos_stream?ref=page_internal (24.02.2016, 00:27) – „Tatist Tattoo“ von innen gesehen

 

Eat Your Kimchi.com – Tattoos in Korea (23.02.2016, 23:54) – Englisch

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Verbreitetes Video zu den Tattoo-Studios in Südkorea (23.02.2016, 23:56) – Deutsch

Leitartikel der Dailymail UK: Korea’s outlaw Tattoo-Artists (23.02.2016, 00:00) – Englisch

Leitartikel von Korea4Expats: Tattoos in Korea (24.02.2016, 00:09) – Englisch

Seite von „Kim Sany Tattoo“ (24.02.2016, 00:11) – Englisch

Artikel der Korea Times: Tattoo  still taboo in Korea (24.02.2016, 00:18) – Englisch/Koreanisch

Bericht im Blog des schweizer „Tagesanzeiger“ (24.02.2016, 00:20) – Deutsch

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Alles nur Satire
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Habe die Ehre da Wolf, toller, informativer Text. Warst Du vor Ort? Ich war selbst nur einmal in Süd-Korea, vor mehr als 20 Jahren und nur 2 Tage, dafür mehrmals in Japan. Seit 12 Jahren lebe ich mit meinem Sohn in Thailand, mit einer einjährigen Unterbrechung. Ostasiaten sind in ihrer ganzen Lebenseinstellung und Lebensweise völlig anders ausgerichtet als Südostasiaten. Süd-Korea ist eine lupenreine Diktatur, westliche Vorstellungen von Bürgerrechten, Freiheiten sind hier von den „Eliten“, auch vom Großteil der älteren Bevölkerung nicht erwünscht, zum Teil aus einem Traditionsbewusstsein heraus, das sich für Westler nicht durch einfaches Betrachten erschließen lässt. Genauso ist… Weiterlesen »

Wolfgang Stoephasius
Gast

Sehr informativ, Danke! Wieder mal was gelernt!

Alles nur Satire
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Habe die Ehre, Wolf Zeit habe ich tatsächlich, aber wenig Kraft die ich mir über den Tag einteilen muss, oft schlafen muss, um zu regenerieren. Das liegt nicht nur an der Hitze und Luftfeuchtigkeit, die machte mir vorher nicht so viel aus. Informationen über Thailand, Lebensweise, Verhalten der Menschen, in eingeschränktem Maße über jüngere Historie und aktuelle Politik kann ich bereitstellen. Habe sogar einige, nie veröffentlichte Texte, die ich dir, per E-mail zur Dusicht und weiteren „Verwurstung“ zur Verfügung stellen kann. Nennung meines Nicks und meiner Website wären das einzige „Honorar“, welches ich erbitte. An gemeinsamen Texten mitarbeiten ist möglich,… Weiterlesen »

Alles nur Satire
Gast

Servus Wolf, kein Grund zum Beneiden. „Politisch“ war ich schon in sehr jungen Jahren. Die Welt, in der ich lebe, hat mich ebenfalls immer brennend interessiert. Mein Vater hat mir beigebracht, nicht alles sofort zu glauben, was mir erzählt wird, was ich lese und sehe. Immer zu hinterfragen, wer was mit dem Gesagten bezwecken will. Das hat mich, mein ganzes Leben lang, als Basis begleitet. Es besteht bei mir keine ablehnende Haltung zur Erarbeitung gemeinsamer Themen, ich muss dich nur fairerweise darauf hinweisen, das ich gewisse Defizite habe. Quellenangaben sind auch für mich nicht unwichtig, sehe sie aber vielleicht etwas… Weiterlesen »

pboeblog
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Zumindest dieser Leser hier würde es als Vermessenheit empfinden bei diesem Gespräch etwas anderes zu tun als sehr gespannt und sehr interessiert „zu lauschen“. So sehr ich mich für sehr viele Themen interessiere, so wenig verstehe ich vom gesamten asiatischen Kulturkreis – und so ist es ausgesprochen spannend hier mitzulesen und Neues zu lernen. Wenn es denn eine Anmerkung gäbe: Das mit der „Vielweiberei“ hat eigentlich immer einen sozialen Aspekt. Auch im Islam geht es nicht um den Spass für den Herren, sondern um die soziale Absicherung. Ich entsinne mich einer Geschichte bei welcher ein (ich glaube Saudi) sogar bei… Weiterlesen »

Imort
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Hallo, tätowieren ordne ich der Körperkunst zu. Auch dieser Kunstform sollte möglichst viel Freiraum gegeben werden. Ich gehe jetzt nicht auf Beschränkung von Abbildungen und Symbolik ein. Ob nun jeder Mensch diese Motive tragen sollte und jede Abbildung das Prädikat Kunst verdient, sei einmal dahingestellt. Sicherlich Geschmackssache, außerdem liegt Schönheit generell im Auge des Betrachters. Da sind Akzeptanz und Toleranz gefragt. Reden wir hier über Nord- oder Südkorea? Bevor ich die geschilderte gesetzliche Lage in Korea in puncto Tattoo anprangere, stelle ich mir eine Frage. Woher stammt deren hart gefasste Vorgehensweise? Hat es, evtl. durch unsauberes Arbeiten (vor Zeiten), hohe… Weiterlesen »

Alles nur Satire
Gast

Hallo Wolf, und danke für deine weiteren Gedanken. Absolut kein Problem, mal etwas Zeit zwischen den Gedankenaustauschen verstreichen zu lassen. Deine Ausführungen zu „Links“ finde ich sehr interessant und vielschichtig. Dein Hinweis auf 20 Seiten Text, der schnell zu Langeweile führen kann, ist leider völlig berechtigt. Ich merke es auf meiner Website und den dort veröffentlichten Texten. Es erscheint mir immer öfter, das die „herbeigeführte Schnelllebigkeit“ unserer Zeit bei sehr viel mehr Menschen, als ich es für möglich hielt, dazu geführt hat, längere Texte gar nicht mehr lesen zu wollen. Sich statt dessen nur noch auf Bilder und Kurzbemerkungen konzentrieren… Weiterlesen »

Alles nur Satire
Gast

Habe die Ehre, Wolf Zu den Strafen auf Drogenbesitz, Konsum, Herstellung und Vertrieb kann ich nicht viel beisteuern. Glaube aber, das es die Todesstrafe noch gibt, abhängig von der Menge etc. Zum Menschenhandel, Zwangsprostitution, „freiwilliger“ Prostitution. Nun, das ist in allen ärmeren Ländern leider eine Tatsache. Auch in Th., im Issan, im Norden und Süden, vor allem in ländlichen, sehr armen Gegenden. Die Menschen dort sind verschuldet, immer beim reichen Landbesitzer. Ihr Vermögen ist ihre Arbeitskraft und die vielen Kinder, die sie nicht satt bekommen. Im Gegensatz zu Ost- und Südosteuropa sind es hier aber nicht unbekannte Leute, denen die… Weiterlesen »

Alles nur Satire
Gast

Servus Wolf, in D reicht meist ein „Hallo“. Da finde ich persönlich „Habe die Ehre“ oder ein „Servus“ irgendwie ansprechender. Die Norddeutschen sagen übrigens „Moin, Moin“, was nichts mit dem „Morgen“ oder „Guten Morgen“ zu tun hat. Zu der übersendeten Geschichte werde ich dich noch per Mail gesondert anschreiben. Ein paar Gedanken, denke aber das im Blog zu veröffentlichen ist für andere Leser uninteressant, da sie die Geschichte nicht kennen. Zu dem „bekannten Gesicht“. Damit meinte ich nicht Personen, die aus dem gleichen Dorf stammen, sondern Leute die bekannt sind, durch ihre Stellung im Landkreis, ihre Nähe zu den Besitzenden,… Weiterlesen »

Alles nur Satire
Gast

Servus Wolf, und gute Besserung. Kuriere dich richtig aus, bevor du wieder „in den Ring steigst“. Viele Thais benutzen ihre Sprache und ihren Heimatdialekt gerne als Waffe, weil sie davon ausgehen, das die „Farang“ ihre Sprache gar nicht, oder nur sehr unzureichend verstehen. Das habe ich aber auch schon in anderen Gegenden der Welt gesehen, auch in Oberbayern und Kärnten. Die Frauen machen sich halt gerne auch lustig über die „weißen Trottel“, durch die man eben sehr viel leichter an Geld kommt, als das durch einheimische Männer möglich wäre, oder gar Thai-Chinesen. Und die phonetische Ähnlichkeit zwischen „darling“ und „daak… Weiterlesen »

Elisabeth Berger
Gast
Elisabeth Berger

Grüß‘ dich Wolf, vielen Dank für den wieder so interessanten Artikel! Da ich ein ziemlich unpolitischer, nicht gerade logisch denkender Gefühlsmensch bin, war ich echt erstaunt, daß gerade in diesem Land Korea, das Tattoo ein so großes Tabu-Thema ist. In meiner Kinderzeit in den 1960ern, auf dem bayrischen Land draußen daheim, war die Tätowierung etwas, das anrüchig war. Sowas hatten nur „Zuchthäusler“ und Seemänner. „Die“ waren schon mit Vorsicht zu genießen – also echt gefährlich☺️ Es waren auch keine ansprechenden Zeichnungen, sahen meist aus wie mit dem Tintenfüller gekritzelt. Irgendwann in der Jugend dann kam es einem schon in den… Weiterlesen »

Elisabeth Berger
Gast
Elisabeth Berger

Ahja, recht gute Besserung von Grippekranker zu Grippekrankem??

Elisabeth Berger
Gast
Elisabeth Berger

Lieber Wolf, jetzt habe ich deine liebe Antwort auch viel zu spät gelesen, weil ständig Trubel ist!
Aber ich danke dir herzlich für deine interessanten Mitteilungen!
Leider war kein Antwortbutton mehr verfügbar, hoffe, du bekommst die Nachricht trotzdem.
So, jetzt mache ich mich gleich über deinen neuen Artikel her und bin schon gespannt :-))
Schön, daß du die letzten Grippeausläufer jetzt auch überstanden hast!
Herzliche Grüße
Elisabeth

Tom
Gast

Zuerst einmal ist es erfreulich, wenn man auf Seiten wie Deine stößt, die interessante Inhalte vermitteln. Z.B. war mir das Tätowier-Verbot in Süd-Korea völlig neu. In Indonesien gilt immer noch: je asozialer, um so stärker tätowiert. Da muß etwas demonstriert werden, und es drückt auch Unzufriedenheit mit der eigenen Erscheinung aus. Von der Frauenmode sagt man ja, daß sie sich letztlich immer an der Mode der Huren orientiere. Für den Mann ist es wohl der Ausdruck von Wildheit und Unangepaßtsein. Das stärkste Argument gegen Tätowierung ist meiner Ansicht nach, daß da einer demonstriert, wie er sich nicht vorstellen kann, sein… Weiterlesen »

Anonym
Gast
Anonym

Hallo Wolf, auf der einen Seite finde ich, muss es absolut tabu sein, Menschen vorzuschreiben, was sie mit ihren eigenen Körpern tun. Auch wenn sie ihm bewusst Schmerzen zufügen. Aber genau da ist der Punkt, wo ich eine Ahnung bekomme, dass man es vielleicht einschränken oder reduzieren möchte. Dass Menschen sich nicht weh tun. Bzw. dass man nicht verstehen kann, warum sie sich weh tun. (Gleiche Wellenlänge: Piercings, Brandings, SM, etc). Das ist keine Begründung, ein Verbot auszusprechen, meiner Meinung nach. Aber es gibt eben diese Ahnung, wo es herkommen könnte. Wobei die Erfahrung von Schmerz einen ja auch stärken… Weiterlesen »

be.kloppt
Gast

Hallo, wow, sehr umfangreicher und informativer Talk hier, um aber deine Fragen zu beantworten: Wie seht ihr die momentane rechtliche Lage der Tätowierer in Korea? Meine Antwort: In was ich mich nicht einmischen kann, was ich nicht beeinflussen kann, daran verschwende ich in der Regel nicht viele Gedanken/Energie. Was nicht daran liegt, dass mir alles egal ist, als vielmehr dass es mich nicht weiter bringt und auch kein Koreaner einen Nutzen meiner Gedanken hat. Aber ich kann sagen, bin, nachdem ich hier bei Euch einiges gelesen habe, doch froh und dankbar dort nicht leben zu müssen. Im allgemeinen lerne ich… Weiterlesen »

stelliciousb
Gast

Hallo da Wolf, erstmal danke für deinen Like auf einen meiner Beiträge! Zum Thema Tattoo: ich selber habe in der Schule ein Referat über Tattoos im Laufe der Geschichte halten, um so schlimmer finde ich es, dass es immer noch Orte und Menschen gibt, die ein Tattoo mit Kriminalität gleichsetzen. Für mich ist es eine Kunst und auch für die meisten Menschen, die ich kenne. Erst vor Kurzem hat sich eine Freundin ein Neues stechen lassen direkt auf den Hals, auch dieses Tattoo wurde durchaus im Beruf toleriert. Ich denke mit den Generationen, wird auch die Toleranz zu Tattoos wachsen… Weiterlesen »

La Giù~Lia
Gast

Es gibt nirgendwo auf der Welt eine anerkannte Ausbildung zu Tätowierer. Aber kein seriöser Tätowierer würde nicht wenigstens einige Jahre in einem Studio bei erfahrenen Leuten lernen, erstmal auf Orangen- & Bananenschale, dann vllt. auf Schweinehaut und dann erstmal an sich selbst üben, bevor er sich an andere rantraut. Wer so etwas macht, ist kein Tätowierer! (Von seriös erst gar nicht zu sprechen.) In diesem Sinne durchlaufen auch Tätowierer eine gewisse Lehrzeit, manche „Ausbilder“ sind sogar sehr streng und wählerisch hinsichtlich der Aufnahme ihrer Lehrlinge. Und was die Hygienevorschriften angeht….in deutschen Krankhäusern kreucht und fleucht es vor Keimen und Bakterien,… Weiterlesen »

Tom
Gast
ronnytauchenmitBella
Gast

ein bild sagt mehr als tausend worte
ich selbst lasse meine taten für mich sprechen
wer der meinung is
das er /sie sich malträtieren lassen muß
durch nadeln mit farbe
dann muß sie / er das tun und dem “ arschgeweih “
massenwirksam folgen und sagen gugg mal ich hab auch eins
mainstream
is nich meine welle dafür bin ich leider zu alt
aber ich spring auchnich von ner brücke nur weil die anderen alle
das tun

Human Resource
Gast

Ich meine, die Bedenken aus medizinischer Sicht sind durchaus begründet; das gewählte Mittel (die Illegalisierung) ist zweiseitig. Wie du ja richtig recherchiert hast, ist der Buddhismus, derden Körper unversehrt halten will, in Korea und Japan weitverbreitet, wohl vergleichbar mit dem Christentum hier. Da ist es verständlich, dass große Bevölkerungsteile es alles andere als gutheißen, dass sich Landsmänner tätowieren lassen – wohingegen man bei Ausländern gut abgrenzen kann: „Das ist halt ein Touri aus einer anderen Kultur, der hat mit uns nichts gemein und verschwindet auch bald wieder“. Ungefähr so wie in Japan, wo etwaige von Ausländern begangene Etikettenverstöße längst nicht… Weiterlesen »

denisfeuerstein
Gast

Das wusste ich noch nicht! Klar habe ich über die Yakuzza gehört und da ist die Verbindung ja auch naheliegend, dass wenn sich sonst niemand stechen lässt, man mit den Yakuzzas in einem Topf geworfen wird. Ich dachte aber, dass Tattoos akzeptierter sind.

hansjoachimantweiler
Gast

Liebender Da Wolf Nachdem ich mein Leben lang skeptisch zur Körperkunst stand Ließ ich mir mein erstes Tattoo in grüner Arabischer Schrift am linken Oberarm Setzen. Im Islam ist dies auch verboten oder verpönt Joshu Jesus in orientalischer Kaligraphie Da das Gesamtkunstwerk MENSCH gefürchtet wird Und die Atomisierung der Machtsysteme „teile und herrsche“ ihre Angstmethode Der Kontrolle ist, wird der Körper selbst zum Objekt rechtstaatlicher Zwänge Nur das Individium hat die Verfügung über seinen Leib Wo nicht herrscht Diktatur Angst Fremdbestimmung In den 70ern war das Tragen langer Haare für Männer ebenfalls unschicklich Gedankensprung Klitoral und Lustlippenbeschneidung in Afrika Vorhautdurchtrennung… Weiterlesen »

randompeterchen
Gast

Mega interessant! Ich habe zwei Freundinnen mit koreanischen Wurzeln, beide tätowiert und beide haben erzählt, die Familien war ganz und gar nicht begeistert, da es gesellschaftlich nach wie vor verpönt ist. Die genaue Situation/Rechtslage etc. kannte ich aber nicht, also thanks 🙂

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